mittelalter
10.14.08
Das
mittelalterliche München. Eine Siedlung hat es eilig, zur
Stadt zu werden.Jetzt ging plötzlich alles sehr schnell. Munichen, München, nahm eine überaus rasante Entwicklung. Es hat tatsächlich nicht einmal zwanzig Jahre gedauert, bis im Jahre 1175 die Stadt München proklamiert wurde. Eine solide Befestigungsanlage war damals durchaus ein schönes Statussymbol. Bald wurde zum ersten Mal das Herrschergeschlecht der Wittelsbacher mit der Stadt München in Verbindung gebracht. Im Jahre 1180 hatte der Kaiser endgültig genug von Heinrich dem Löwen. Er ließ ihn kurzerhand ächten, und im Jahr 1240 ging München in den Besitz der Wittelsbacher über. Und wiederum nur 15 Jahre später war die bescheidene Klosteransiedlung stolze herzogliche Residenz. So etwa stellt man sich eine atemberaubende Entwicklung vor.
Herzögliche Macht wird infrage gestellt. Münchner Bürger begehren auf.
Im Jahre 1328 festigte Herzog Ludwig IV. als deutscher König und römisch-deutscher Kaiser seinen Machtanspruch durch einen zweiten Befestigungsring um seine Residenz. Langsam aber sicher kam unter den Münchnern Unmut gegen ihre Herzöge auf. Zum Ende des 14. Jahrhunderts fürchtete der Machthaber sogar um sein Leben. Er zog es vor, vom Alten Hof in eine neu errichtete, sichere Residenz am Stadtrand umziehen.
Die Mitte des 15. Jahrhunderts. Ein dunkles Kapitel muss angesprochen werden.
Leider muss aus dem Jahre 1442 berichtet werden, was im 20. Jahrhundert in grauenvoller Weise wieder auflebte. Alle jüdischen Bürger wurden aus München vertrieben.
Der Bau der Marienkirche wurde im Jahre 1468 begonnen.
In der damaligen Zeit war die Bauzeit von nur 20 Jahren für einen spätgotischen Sakralbau eine außerordentliche Leistung.